Compliance & Prävention
für Arztpraxen und MVZ
Rechtliche Risiken früh erkennen. Verantwortlichkeiten klar organisieren. Im Ernstfall handlungsfähig bleiben.
Ihr Ansprechpartner: Matthias Klein
FACHANWALT FÜR MEDIZINRECHT UND FÜR STRAFRECHT
Ich verbinde Medizinrecht und Strafverteidigung. Als Fachanwalt in beiden Bereichen berate ich Arztpraxen und MVZ zu rechtlichen Risiken in Abrechnung, Delegation und Organisation – mit Blick auf den Praxisalltag und den möglichen Ernstfall.
Sie möchten Verantwortlichkeiten klären oder einen auffälligen Ablauf prüfen lassen? Schildern Sie Ihr Anliegen vertraulich. Gemeinsam klären wir die nächsten sinnvollen Schritte.

Prävention beginnt im Praxisalltag
FÜR ARZTPRAXEN, MVZ UND ÄRZTLICHE LEITUNGEN
Abrechnung, Delegation, Kooperationen und Personalentscheidungen greifen im Praxisalltag ineinander. Rechtliche Risiken entstehen häufig dort, wo Zuständigkeiten, Kontrollen oder Dokumentation nicht klar geregelt sind.
Mein Ansatz: Risiken früh erkennen, Verantwortlichkeiten nachvollziehbar organisieren und handlungsfähig bleiben. Der Praxis-Compliance-Check setzt an Ihren tatsächlichen Abläufen an – mit konkreten Prioritäten für Praxisinhaber, MVZ-Leitung und Team.
Abrechnung & Plausibilität
RISIKO 01 · ABRECHNUNG
Abrechnungsauffälligkeiten sind nicht automatisch strafrechtlich relevant. Sie können jedoch Prüfungen, Rückforderungen oder Ermittlungen auslösen. Entscheidend sind nachvollziehbare Abläufe und klare Freigaben.
Darauf kommt es an:
• Wer bereitet die Abrechnung vor, prüft und gibt sie frei?
• Passen Behandlung, persönliche Leistungserbringung und Abrechnung zusammen?
• Sind Vertretung und Delegation dokumentiert?
• Werden wiederkehrende Fehler oder auffällige Routinen erkannt?
Delegation & Physician Assistants
SIEBEN RISIKOFELDER · PRAXIS-COMPLIANCE
MFA, Physician Assistants und andere Gesundheitsberufe können Ärzte entlasten. Aufgabenbereich, Qualifikation, Anleitung, ärztliche Erreichbarkeit und Supervision müssen dabei klar geregelt sein.
• Delegierbare Tätigkeiten von persönlich zu erbringenden Leistungen abgrenzen.
• Arbeitsvertrag, Kompetenzmatrix und SOPs aufeinander abstimmen.
• Einarbeitung, Fortbildung und Einweisung belegen.
• Ärztliche Anleitung und Kontrolle im Alltag sicherstellen.
Eine allgemeine Stellenbeschreibung allein bildet diese Verantwortung nicht ausreichend ab. Die dokumentierten Vorgaben müssen mit der tatsächlich gelebten Praxis übereinstimmen.
Kooperationen & wirtschaftliche Beziehungen
SIEBEN RISIKOFELDER · PRAXIS-COMPLIANCE
Kooperationen gehören zur modernen Versorgung. Risiken entstehen, wenn wirtschaftliche Vorteile mit medizinischen Entscheidungen verknüpft werden oder Leistungen und Gegenleistungen nicht transparent sind.
• Zuweisungs- und Empfehlungsstrukturen prüfen.
• Berater-, Miet-, Nutzungs- und Kooperationsverträge überprüfen.
• Vergütungen, Beteiligungen, Rabatte und sonstige Vorteile einordnen.
• Leistung und Gegenleistung nachvollziehbar dokumentieren.
Medizinische Entscheidungen und wirtschaftliche Interessen müssen sauber getrennt bleiben. Das gilt insbesondere für die Zusammenarbeit mit Kliniken, Laboren, Apotheken und Hilfsmittelerbringern.
Angestellte Ärzte & Organisation
SIEBEN RISIKOFELDER · PRAXIS-COMPLIANCE
Mit wachsender Praxisgröße gewinnen verlässliche Organisations- und Kontrollstrukturen an Bedeutung. Angestellte Ärzte entlasten die Leitung nicht davon, Zuständigkeiten und Aufsicht klar zu regeln.
• Wer darf welche Leistungen erbringen?
• Wer dokumentiert, kontrolliert und gibt Abrechnungen frei?
• Wer ordnet Delegation an und überwacht sie?
• Wie sind Vertretung, Rückfragen und Eskalation organisiert?
Organigramm, Verträge und tatsächlicher Praxisalltag müssen zusammenpassen. Auch bei Abweichungen und internen Auffälligkeiten muss feststehen, wer entscheidet und wer informiert wird.
Dokumentation & Behandlung
SIEBEN RISIKOFELDER · PRAXIS-COMPLIANCE
Eine belastbare Behandlungsdokumentation dient der Patientensicherheit und macht medizinische Entscheidungen auch nach einem Zwischenfall nachvollziehbar.
• Befunde, Aufklärung, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten zeitnah festhalten.
• Einheitliche Standards für das Team definieren.
• Berichtigungen und Ergänzungen transparent kennzeichnen.
• Abläufe für Behandlungszwischenfälle und Eskalationen festlegen.
Der ursprüngliche Inhalt und der Zeitpunkt einer Änderung dürfen nicht verdeckt werden. Nachträgliche Ergänzungen müssen als solche erkennbar bleiben.
Interne Auffälligkeiten & Krisenprävention
SIEBEN RISIKOFELDER · PRAXIS-COMPLIANCE
Hinweise aus Abrechnung, Dokumentation oder dem Team dürfen weder ignoriert noch vorschnell gegenüber externen Stellen erklärt werden. Zuerst ist der Sachverhalt vertraulich und unter frühzeitiger rechtlicher Begleitung aufzuklären.
• Betroffene Zeiträume, Leistungen und Zuständigkeiten feststellen.
• Unterlagen und elektronische Daten unverändert sichern.
• Prüfen, ob laufende Abläufe sofort angepasst werden müssen.
• Rechtliche Folgen und mögliche Reaktionen gegenüber Dritten abstimmen.
Keine nachträgliche Bereinigung von Unterlagen. Erst sichern und aufklären, dann auf belastbarer Tatsachengrundlage entscheiden.
Prüfung, Durchsuchung & Ermittlungen
SIEBEN RISIKOFELDER · PRAXIS-COMPLIANCE
Keine Compliance-Struktur kann eine Prüfung oder ein Ermittlungsverfahren ausschließen. Nachvollziehbare Verantwortlichkeiten und belastbare Dokumentation verbessern jedoch die Ausgangslage im Ernstfall.
• Interne Ansprechpartner und Vertretungen festlegen.
• Einen Notfallplan für Prüfungen und Durchsuchungen bereithalten.
• Umgang mit Behörden, Unterlagen und digitalen Daten regeln.
• Empfang, Praxismanagement und Führungskräfte schulen.
• Rechtliche Ansprechpartner und Kommunikationswege griffbereit halten.
Ziel ist, vom ersten Moment an geordnet und handlungsfähig zu bleiben.
Der Praxis-Compliance-Check
RISIKEN ERKENNEN · PRIORITÄTEN SETZEN · ABLÄUFE VERBESSERN
Für Arztpraxen, Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ: Ausgangspunkt sind Ihre Fachrichtung, Größe, Personalstruktur, Leistungserbringung, Abrechnung und tatsächlichen Arbeitsabläufe.
1. Ausgangslage und Prüfungsumfang gemeinsam klären.
2. Verantwortlichkeiten, Verträge, Abrechnung, Delegation, Kooperationen und Dokumentation strukturiert prüfen.
3. Handlungsbedarf priorisieren und konkrete Maßnahmen ableiten.
Das Ergebnis zeigt, was bereits belastbar organisiert ist, welche Risiken zuerst reduziert werden sollten und wo Zuständigkeiten, SOPs oder Schulungen benötigt werden. Als Fachanwalt für Medizinrecht und Strafrecht beziehe ich dabei auch die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und Kontrollen im möglichen Ernstfall ein.
Vorträge, Workshops & Inhouse-Schulungen
FÜR BANKEN, VERSICHERER, ÄRZTENETZE, VERBÄNDE UND BERATER
Wer Ärztinnen und Ärzte bei Gründung, Finanzierung, Übernahme, Kooperation oder Wachstum begleitet, begegnet auch wachsender organisatorischer und rechtlicher Verantwortung.
Mögliche Themen für Vortrag, Webinar, Workshop oder Inhouse-Schulung:
• Sieben Risikofelder der rechtssicheren Arztpraxis.
• Praxis gekauft – Verantwortung inklusive.
• Delegation, Physician Assistants und persönliche Leistungserbringung.
• Abrechnung, Plausibilitätsprüfung und interne Auffälligkeiten.
• Kooperationen, wirtschaftliche Interessen und Krisenvorsorge.
Format und Schwerpunkt werden auf die Zielgruppe und den konkreten Beratungsanlass abgestimmt.
