Schuld

Aus Sicht der Verteidigung geht nicht um Schuld. Sondern allein um die Frage: Reichen die Beweise aus, um jemanden zu verurteilen? Das ist etwas völlig anderes.

Entscheidungen

Wer Entscheidungen beeinflussen will, muss ihre Struktur kennen und sie taktisch einsetzen. Menschliches Verhalten ist nicht maßgeblich das Produkt bewusster Denkprozesse. Der Mensch ist geprägt vom Unbewussten. Emotion und Kognition sind untrennbar miteinander verwoben. Überzeugen können ist eine Kunst. Ein guter Verteidiger beherrscht sie vollkommen.

Kampf

Wenn die Position eines Angeklagten und die Position des Gerichts so weit auseinanderliegen, dass ein vernünftiger Dialog nicht mehr möglich ist, wenn Richter sich jeder alternativen Hypothese verschließen und das Urteil schon gesprochen scheint: Dann muss der Verteidiger den vorschnellen Griff nach der Wahrheit verhindern. Mit allen Mitteln. Verteidigung ist Kampf. Nicht Wahrheitsfindung.