Fragen

Verteidigung muss kontrollieren, aufklären und dazu Fragen stellen, auch kritische und schmerzhafte. Der Verteidiger muss das Unerhörte zu Gehör bringen. Wer engagiert verteidigt und kritische Fragen stellt, macht sich deshalb nicht mit der Tat gemein. Ein Verteidiger verteidigt nicht die Tat, sondern den Menschen.

Kontrapunkt

Es ist nicht die Wahrheit, die über das Schicksal des Angeklagten entscheidet. Es ist die Überzeugung derer, die über ihn zu urteilen haben. Man kann als Verteidiger noch so viel in die Waagschale werfen. Am Ende entscheidet der Richter. Der Mandant ist ihm ausgeliefert. Effektive Verteidigung muss so früh wie möglich einen Kontrapunkt zu setzen. Sie muss verhindern, dass sich das Gericht zu schnell auf eine bestimmte Wahrheit festlegt. Meine Stärke ist es, eine Geschichte zu erzählen, die besser ist als die der Gegenseite. Wenn dem Richter Zweifel kommen, ist das Ziel erreicht:  Dann muss er freisprechen.

Nur auf Ihrer Seite.

Als Verteidiger bin ich nur den Interessen meines Mandanten verpflichtet. Dies reicht bis an die Grenze des rechtlich Zulässigen: Alles, was ein Verteidiger sagt, muss zwar wahr sein. Er darf aber nicht alles sagen, was wahr ist.