Was Pflichtverteidigung bewirken kann und wie Sie ihren Pflichtverteidiger los werden




Diese Fragen, sollten Sie sich zuerst stellen:

  • Hat auch Ihr #Pflichtverteidiger Ihnen beim #Haftrichter sofort zum #Geständnis geraten, ohne Sie kennen oder den Fall anhand der beigezogenen #Ermittlungsakten mit Ihnen besprochen zu haben?

  • Haben auch Sie Ihren Pflichtverteidiger das nächste mal oder sogar erstmals vor der Tür zum #Gerichtssaal gesehen und keine Einsicht in Ihre Ermittlungsakten erhalten?

  • Macht auch Ihr Pflichtverteidiger Sammeltermine in Ihrer #JVA und stellt eine Stoppuhr auf 10 Minuten, wenn er Sie im #Knast besucht?

  • Wie soll Sie ein #Anwalt verteidigen, der sich nicht für Sie und Ihren Fall interessiert? Wie soll er die Beweise der #Anklage prüfen, wenn er nicht mit Ihnen spricht?

Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit JA beantwortet haben, sollten sie jetzt unbedingt weiter lesen.

Pflichtverteidigung ist notwendige #Verteidigung im Sinne der Strafprozessordnung. Notwendige Verteidigung bezeichnet dabei eine Verfahrenslage, in der der Gesetzgeber davon ausgeht, dass der Beschuldigte sich nicht selbst verteidigen kann. Pflichtverteidigung ist entgegen einem weit verbreiteten Irrtum auch nicht #kostenlos. Werden Sie verurteilt, werden Ihnen die Kosten des Pflichtverteidigers als Teil der Verfahrenskosten auferlegt. Nur bei #Freispruch übernimmt die #Staatskasse die Kosten. Ansonsten schießt sie diese vor. Selbstverständlich darf der Pflichtverteidiger mit Ihnen oder Ihren Angehörigen eine Vergütungsvereinbarung schließen. Er darf aber seine Verteidigung nicht vom Abschluss einer Vergütungsvereinbarung abhängig machen. Wollen oder können Sie keine Zusatzvergütung zahlen, muss er sie dennoch verteidigen. Und hier liegt der Hase im Pfeffer.

Bei Pflichtverteidigung trennt sich die Spreu vom Weizen. Fachanwälte für Strafrecht verteidigen Sie auch auch als Pflichtverteidiger optimal. 

  • Was aber tun, wenn Ihnen das Gericht z.B. einen Fachanwalt für Familienrecht beiordnet, der sonst gar kein #Strafrecht macht und auch keine Verteidigungsaktivitäten für Sie entfaltet?

  • Was tun, wenn Ihnen Ihr Pflichtverteidiger erklärt, eine aktive #Strafverteidigung sei bei den geringen Gebühren, die ihm der Staat dafür zahle, gar nicht möglich? 


Pflichtverteidigung ist keine Verteidigung minderer Art und Güte. Sie ist echte Strafverteidigung nach allen Regeln der Kunst

Als #Beschuldigter oder #Angeklagter haben Anspruch auf die bestmögliche Verteidigung. Auch und gerade bei Pflichtverteidigung, die der Gesetzgeber z.B. bei Vorwürfe wegen #Verbrechen oder drohender #Untersuchungshaft vorsieht.

Auch ein gerichtlich bestellter Verteidiger (Pflichtverteidiger) ist auswechselbar, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant unüberbrückbar gestört ist.

Doch Vorsicht, hier gibt es sehr hohe rechtliche Hürden zu überwinden. Nicht jeder #Konflikt mit einem gerichtlich bestellten Verteidiger bringt das Gericht dazu, diesen von seiner Verpflichtung zu Ihrer Verteidigung zu entbinden. 

Spätestens dann, wenn Sie eine Anklage des Gerichts erhalten und im Begleitschreiben aufgefordert werden, einen Anwalt als Pflichtverteidiger zu benennen, sollten Sie schnellstens aktiv werden.

Wählen Sie einen Anwalt als Verteidiger, dem Sie vertrauen, der Sie nicht im Stich lässt und das Bestmögliche für Sie tut. Das ist der Verteidiger Ihres Vertrauens.  Wenn Sie Ihrem Verteidiger nicht vertrauen oder ihn gar nicht kennen:  Ich prüfe Ihren Fall und erkläre Ihnen die Vorgehensweise einer Auswechslung des Verteidigers Schritt für Schritt.

© KLEIN. 2020