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So landen Manager sicher im Knast

Wenn Geschäftsführer, Vorstände und Mitglieder der Führungsebene eines Unternehmens in den Fokus interner und externer Ermittler gelangen, sollten sie so früh wie möglich einen erfahren Verteidiger einschalten. Denn jetzt geht es nicht mehr zuerst ums Unternehmen, sondern um eine sehr persönliche Frage: Freiheit oder Haft.

Wenn Leiter von Unternehmen ins Visier der Ermittler geraten, halten sie dies zunächst für einen Irrtum. Reflexartig schreiten sie zu dem, was sie gewohnt sind: Entscheidungen treffen. Entweder sie wagen die Flucht nach vorn und wenden sich direkt an den Staatsanwalt. Und erklären diesem persönlich, dass an der Sachen nichts dran ist. Oder sie lassen die Aktenvernichter heiß laufen und wirken auf mögliche Mitwisser ein. „Beides ist absolut falsch“ meint der Karlsruher Strafverteidiger Matthias Klein. Und: „Ein gewaltiger Irrtum, der Sie direkt ins Gefängnis befördern kann“.

“Viele reden sich mit voreiligen Statements um Kopf und Kragen”

Viele reden sich dabei um Kopf und Kragen. Staatsanwälte schrecken heute nicht davor zurück, auch Manager in Untersuchungshaft zu nehmen. „U-Haft schafft Rechtskraft“ - eine alte Ermittler-Weisheit. "Verdunklungsgefahr" steht dann im Haftbefehl. Wer aber die erste Nacht in der U-Haft verbracht hat, dem dämmert schnell, dass voreilige Statements die falsche Strategie waren. Und dass es im Strafrecht nicht um Geld geht, sondern um die persönliche Zukunft, um die eine, alles entscheidende Frage: Freiheit oder Haft. Als Individualverteidiger erfährt Matthias Klein in solchen Situationen auch, wie schnell sich Unternehmen von beschuldigten Mitarbeitern distanzieren.

Wenn das Unternehmen Sie fallen lässt, ist oft der Verteidiger der einzige Verbündete, der Ihnen dann noch geblieben ist”

„Der Verteidiger der einzige Verbündete, der dem Mandanten noch geblieben ist“, konstatiert er. Unternehmen erfahren in der Regel erst dann von laufenden Ermittlungen, wenn Durchsuchungen von Geschäftsräumen und Privatwohnungen stattfinden. Nach Razzien ist Tagesgeschäft viele Wochen unmöglich. Viele Unternehmen beauftragen jetzt Wirtschaftskanzleien mit internen Untersuchungen. Vor diesen sollten sich Mitarbeiter aber hüten. In solchen Fällen ist frühzeitige Verteidigung ein "must-have" jedes beschuldigten Managers.


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